Tobias schildert, wie die Ackerfreunde-Allianz einen großen Sieg sichert:
Tabellenführer auswärts? Kein Problem.
Die Ackerfreunde reisten heute zum aktuellen Tabellenführer LFC Werne. Die Gastgeber hatten vor diesem Spiel erst eine einzige Niederlage kassiert und ansonsten jedes ihrer Spiele gewonnen. Entsprechend groß war die Aufgabe. Doch wer die Ackerfreunde kennt, weiß: Herausforderungen werden hier nicht gemieden – sie werden angenommen.
Die erste Halbzeit begann auf beiden Seiten zunächst vorsichtig. Beide Mannschaften tasteten sich ab und wollten keine Fehler machen. Dann fiel aus dem Nichts das 1:0 für Werne. Ein Treffer, der sich nicht wirklich angekündigt hatte und vom Spielverlauf eher überrascht wurde als die Zuschauer selbst.
Doch eines zeichnet die Ackerfreunde seit Jahren aus: ihre unglaubliche Nehmerqualität. Wie ein Weltklasse-Schwergewichtsboxer kassiert man einen Wirkungstreffer, steht wieder auf und kommt stärker zurück.
Und genau so kam es.
Nur wenige Minuten nach dem Rückstand stieg Marek nach einer Flanke in der Luft höher als alle anderen und köpfte zum verdienten 1:1 ein. Kurzzeitig fühlte man sich an Lewandowski in seiner Prime-Zeit beim FC Bayern erinnert. Gleiche Nationalität, ähnlicher Torriecher. Vielleicht Cousins? Die Ermittlungen laufen.
Mit dem 1:1 ging es in die Halbzeitpause.
Zur zweiten Hälfte wechselten die Ackerfreunde kräftig durch. Und dann geschah etwas, womit niemand mehr gerechnet hatte:
Christian erschien nach seiner Uni doch noch am Sportplatz.
Tobi kommentierte die Ankunft trocken:
„Der Messias ist da.“
Was zunächst nach einer maßlosen Übertreibung klang, entwickelte sich im weiteren Spielverlauf zu einer sachlichen Tatsachenbeschreibung.
Gemeinsam mit Flo Kanschick übernahm Christian die Kontrolle im Zentrum. Von diesem Moment an wussten die Gastgeber nicht mehr so recht, was eigentlich passierte. Die Ackerfreunde spielten sich Chance um Chance heraus und übernahmen komplett das Kommando.
Das einzige Problem:
Der Ball wollte nicht ins Tor.
Die Chancenverwertung erinnerte zeitweise an Leroy Sané gegen Curaçao.
Und daher stand es plötzlich 2:1 für Werne.
Warum?
Diese Frage beschäftigt vermutlich noch heute einige Beteiligte.
Doch erneut zeigten die Ackerfreunde ihre Mentalität.
Nach einer Ecke entstand wildes Durcheinander im Strafraum. Der Ball sprang mehrfach hin und her, bis Dirk die Situation erkannte, sich den letzten Abpraller schnappte und das Ding kompromisslos links unten zum 2:2 ins Netz jagte.
Ausgleich.
Spiel wieder offen.
Aber die Ackerfreunde wollten mehr.
Zehn Minuten vor Schluss dann die entscheidende Szene:
Luis wurde auf der rechten Seite mit einem Steckpass auf die Reise geschickt. Mit Übersicht und Ruhe legte er den Ball perfekt quer.
In der Mitte wartete bereits Christian.
Der Messias.
Ein Kontakt.
Abschluss.
Tor.
3:2 für die Ackerfreunde.
Komplette Ekstase.
Die letzten Minuten wurden mit Leidenschaft, Wille und einer ordentlichen Portion Kampfgeist überstanden.
Angeführt wurde die Mannschaft dabei einmal mehr von Capitano Paul Askemper. Unser Abwehrchef gewann gefühlt jeden Zweikampf, räumte alles ab, was sich in seine Richtung bewegte, und war über die gesamte Spielzeit der Fels in der Brandung. Wenn Paul heute einen Zweikampf verloren hat, dann vermutlich nur beim Münzwurf vor dem Spiel.
Nach dem Schlusspfiff war der Jubel riesig.
Drei Punkte beim Tabellenführer.
Eine starke Mannschaftsleistung.
Und mal wieder schallte es weit über die Stadtgrenzen von Werne hinaus:
🎶 WIR HAUEN DIE KIRSCHE IN DIE SCHEUNE! 🎶
⚽ Tore:
1:1 Marek
2:2 Dirk
2:3 Christian („Der Messias“)
🟦 Startaufstellung:
Nils – Paul – Aref – Ötzi – Micha – Joschi – Flo K – Florian – Luis – Marek – Arne D
🟨 Bank:
Tobi – Dirk – Christian – Becks

